TC Wacker Gohlis geht bei Sportstättenförderung leer aus – Hoffnung bleibt, Kritik wächst
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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 22. April die erste Tranche des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) beschlossen. Bundesweit werden in dieser Runde 333 Millionen Euro verteilt – ein Teil der sogenannten „Sportmilliarde“, mit der bis 2028 insgesamt eine Milliarde Euro in die Sanierung kommunaler Sportanlagen fließen soll.
Auch in Sachsen profitieren mehrere Projekte von der Förderung: Insgesamt sechs Vorhaben erhalten zusammen über 11,3 Millionen Euro an Bundesmitteln. In Leipzig fließt ein Teil der Gelder unter anderem in die Sanierung eines Kunstrasenplatzes im Alfred-Kunze-Sportpark in Leutzsch.
Für unseren Tennisverein hingegen gibt es in dieser Förderrunde leider keine Unterstützung. Der dringend benötigte Neubau bzw. die Modernisierung unserer Vereinsanlage bleibt damit vorerst unrealisiert – trotz intensiver Bemühungen und eines klar aufgezeigten Bedarfs.
Große Nachfrage – geringe Chancen
Die enorme Überzeichnung des Programms zeigt, wie groß der Sanierungsbedarf bundesweit ist: Über 3.600 Projekte wurden eingereicht, mit einem Fördervolumen von mehr als 7,5 Milliarden Euro. Demgegenüber stehen lediglich 333 Millionen Euro in der aktuellen Runde. Dass viele Projekte – auch unseres – leer ausgehen, ist daher keine Überraschung, aber dennoch eine große Enttäuschung.
Hoffnung auf kommende Förderrunden
Immerhin: Bis 2028 folgen zwei weitere Förderrunden mit jeweils 333 Millionen Euro. Unser Verein wird die Chance nutzen und sich erneut bewerben. Die Notwendigkeit eines modernen Vereinsgebäudes und zeitgemäßer Sportanlagen bleibt bestehen – für den Trainingsbetrieb, den Nachwuchs und das Vereinsleben insgesamt.
Kritische Fragen zur Verteilung
Trotz aller Hoffnung wirft die aktuelle Entscheidung Fragen auf. Insbesondere sorgt es für Unverständnis, dass erneut ein Fußballprojekt in Leipzig gefördert wird – konkret ein weiterer Kunstrasenplatz –, während andere Breitensportarten wie Tennis mit ebenso dringendem Bedarf unberücksichtigt bleiben.
Gerade Tennis erfreut sich wachsender Beliebtheit, ist generationenübergreifend und trägt erheblich zum Breitensport bei. Umso wichtiger wäre eine
ausgewogene Förderung, die die Vielfalt der Sportlandschaft widerspiegelt und nicht einseitig einzelne Sportarten bevorzugt.
Unser Ziel bleibt klar
Unser Verein wird weiterhin mit Nachdruck für die notwendige Entwicklung unserer Anlage kämpfen. Die Förderung wäre ein wichtiger Baustein gewesen – doch auch ohne sie werden wir alles daransetzen, unsere Zukunft aktiv zu gestalten.
Gleichzeitig hoffen wir, dass in den kommenden Förderrunden eine gerechtere Verteilung erfolgt und auch Projekte wie unseres die verdiente Unterstützung erhalten.
Weitere Informationen zum geplanten Neubauprojekt findet ihr auf hier.




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